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Marterl für den Heiligen Johannes von Nepomuk.

Die Komposition des Marterls für den Heiligen Johannes von Nepomuk setzt sich aus 2 Teilen zusammen, dem Fels und dem Fluss.
Fels: Sinnbild für die Unverrückbarkeit und Standhaftigkeit. – Schutzpatron des Beichtgeheimnisses und der Verschwiegenheit. Trotz Folter bewahrte Johannes von Nepomuk das Beichtgeheimnis bis in den Tod.
Fluss: Sinnbild für das Sterben des Johannes von Nepomuk. Er wurde von einer Prager Brücke in die Moldau gestürzt und ertränkt. –Schutzpatron u. a. der Schiffer und Flößer sowie Brückenheiliger.

Der äußere Teil des Marterls symbolisiert einen Fels der die gesamte Struktur zusammenhält. Außen uneben, schroff und hart, die Innenseite hingegen glatt und ausgeschliffen.
Ausgeschliffen vom 2. Teil des Marterls, einer abgewickelten Schleife. Diese Schleife symbolisiert den reisenden Fluss, welche den Fels durchbricht, ausschleift und die Heiligenfigur einschließt. Ganz glatt und eben dringt diese am oberen Ende in den Fels ein, umfließt den Heiligen, tritt an seinem Fußende wieder aus dem Stein aus und läuft zu Boden. Dort wendet sich die Schleife wieder der Heiligenfigur zu und bildet eine Bank für den Betenden welcher die Schleife betritt. An diesem Punkt wird der Andacht haltende, welcher sich nun auf und somit innerhalb der Schleife befindet, in die Komposition mit eingeschlossen und wird somit Teil des Marterl.

Die leuchtende, oxydrote Farbe welche die Statue umgibt steht als Sinnbild für das grelle Licht welches am Fundort des Leichnams des Heiligen zu sehen war. Verstärkt wird diese Symbolik durch die farbliche Gestaltung der Streifen welche sich in der Pflasterung wieder finden.